Fast Fashion – ein kritischer Blick auf die globale Textil- und Bekleidungsbranche

Society & HLRS
Fast Fashion – ein kritischer Blick auf die globale Textil- und Bekleidungsbranche

Sprecherin: Elena Muguruza
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB e.V.
FairHandels-Beraterin
Eine Welt-Fachpromotorin Fairer Handel

Abstract:
Das Universum der Mode bzw. der Textilindustrie ist eine riesengroße Branche. Weltweit werden 80 Milliarden Kleidungsstücke pro Jahr produziert und mehr als 100 Fashion Weeks veranstaltet. In Deutschland werden durchschnittlich 60 Kleidungsstücke pro Einwohner*/ Jahr gekauft. Durch die sogenannte „Fast Fashion“ werden Lieferzeiten immer kürzer und somit werden Lieferanten zu Lohnkürzungen und ökologisch unverantwortlichen Praktiken gedrängt. Fast alle der 60 Millionen Arbeiter*innen der Textil- und Bekleidungsbranche weltweit, sind in eine Ausbeutungskette verwickelt, die Armut verursacht und keine Perspektive für diese Menschen schafft. Auch für die Umwelt ist diese Art der Produktion extrem problematisch. Die Textil- und Bekleidungsbranche ist eines der wichtigsten Beispiele für die globalisierte Marktwirtschaft. Die Lieferketten sind sehr komplex und international stark verflochten. Die aktuelle Bewegung, die die Textil- und Bekleidungsbranche kritisch betrachtet, wird immer größer. Weltweit engagieren sich Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen (NGO´s) und viele Privatpersonen dafür. Auch in Deutschland. Sie fordern eine nachhaltige, bewusste und entschleunigte Mode. Sie möchten erreichen, dass die Textil- und Bekleidungsbranche Sozial- und Umweltstandards einhält.