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Ausstellung: elf Electronic Life Forms

21. 07. 07
Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen": Tag der offenen Tür

Nobelstr. 19 EG, Foyer

Die elektronischen Lebensformen – elf – von Pascal Glissmann und Martina Höfflin veranschaulichen vereinfacht die Prozesse im Supercomputer, der sich im Nebenraum befindet: Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe von elektrischen Signalen.

Im Kontrast zur technisch-kühlen und modernen Anmutung des Gebäudes hängen wuchshafte Netzstrukturen von der Decke. Sie sind bevölkert von kleinen, analogen Schaltkreisen (die Installation verwendet einen Schaltkreis von Ralf Schreiber (Soundmodul)), die symbiotisch dort angesiedelt sind und von Sonnenenergie leben: den aus Photozellen gespeisten Strom setzen die elektronischen Lebewesen nach kurzer Speicherung impulshaft in Bewegung um. Ihre changierenden Töne werden durch chaotische Rückkopplung und Piezo-Lautsprecher erzeugt.

Bewegungsrhythmus und Melodie unterliegen zusätzlich dem sich verändernden Lichteinfall – je nach Tageszeit, Wetter und Rotation der Nester. Auf diese Weise wirken die elfs wie eigensinnige, lebendige und überraschende Wesen. Der Betrachter sieht und erlebt Energieübertragung, jedoch ohne sie voraussehen oder kontrollieren zu können. Ganz anders als im verschlossenen Gehäuse des Supercomputers im benachbarten Raum offenbaren diese Skulpturen außerdem ihr Inneres, ihre Verbindungen und Beschaffenheit.

Die Künstler legen in ihrer gemeinsamen Arbeit den Fokus auf die Ästhetik freiliegender, offengestellter elektronischer Komponenten. Pascal Glissmann und Martina Höfflin sind Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien in Köln und arbeiten als Künstler und Gestalter in den Bereichen experimentelle Elektronik, Datenvisualisierung und Grafik/Internet. Ihre Installationen und Fotoarbeiten über elektronische Lebensformen wurden international auf renommierten Festivals ausgestellt, u.a. in Linz, Los Angeles, Tokyo und Seoul.