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01. 02. 12
Gedanken zur Information: Grid: Technologie und soziale Praxis

Dr. Sonja Palfner, Technische Universität Berlin, sonja.palfner[at]tu-berlin.de; www.escience-interfaces.net

 

01. Februar 2012 um 15:00 Uhr HLRS, Medialab, Nobelstr. 19, 70569 Stuttgart. Im Rahmen der deutschen D-Grid-Initiative wurde 2004 die erste BMBF-Bekanntmachung „Community-Grids“ und „Grid-Middleware-Integrationsplattform“ veröffentlicht und ab 2005 haben verschiedene „Community“-Projekte, u. a. C3-Grid, MediGrid, HEP Grid, und das sogenannte D-Grid-Integrationsprojekt (DGI) ihre durch das BMBF geförderten Arbeiten aufgenommen (Überblick über die Projekte etwa unter www.d-grid.de). 

 

Ziel der D-Grid Initiative war, wie im F&E-Rahmenprogramm zu lesen ist, nicht weniger als eine „tiefgreifende Verbesserung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit und Qualität durch gemeinschaftliche Entwicklung und gegenseitige Öffnung von Arbeitsverfahren, Software, Datenbeständen, Rechnern und Großgeräten auf der Grundlage eines schnellen Kommunikationsnetzes“ (D-Grid-Initiative 2004: 3). Hervorgehoben wurden die Ermöglichung einer de-lokalisierten und auch fachübergreifenden Nutzung von IT-Ressourcen aller Art (Speicher, Daten, Services etc.) und eine damit einhergehende Befreiung des Forschenden „von informationstechnischen und administrativen Aufgaben […], damit er sich wieder stärker seinen eigentlichen wissenschaftlichen Problemen zuwenden kann“ (Schwiegelshohn 2005: 23).

 

Mit dem aktuellen Auslaufen der projektförmigen Förderungen durch das BMBF scheint mir ein guter Zeitpunkt gekommen zu sein, um einen sozialwissenschaftlich informierten Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre zu wagen. Grid, so die zu entfaltende These, ist eben mehr als eine Technologie – Grid ist auch eine Art Versammlungsort (neuer) Konstellationen der Macht im wissenschaftlichen Gefüge. Nun wird es mir nicht darum gehen, die einstigen Versprechen (Revolution, Paradigmenwechsel) mit dem Erreichten zu konfrontieren und abzugleichen. Vielmehr möchte ich im Vortrag die sozialen Dimensionen der Grid-Technologieentwicklung jenseits technikdeterministischer Lesarten zum Untersuchungsgegenstand machen, wobei der Schwerpunkt meiner Betrachtung auf der Entwicklung der Organisation von Wissenschaft und auf der Frage nach möglichen neuen soziotechnischen Verhältnissen liegen wird. 

Für meine Ausführungen werde ich auf öffentlich zugängliche Dokumente zur D-Grid- Initiative und auf empirisches Material aus meinem aktuellen Forschungsprojekt „E-Science Interfaces“ (siehe www.escience-interfaces.net) über C3-Grid und TextGrid rekurrieren. 

 

Literatur:

BMBF (2004): Bekanntmachung über die Förderung von Forschungsvorhaben auf dem Gebiet „e-Science und Grid-Middleware zur Unterstützung wissenschaftlichen Arbeitens“ im Rahmen der deutschen D-Grid-Initiative, Call 2004: „Community-Grids” und „Grid-Middleware-Integrationsplattform“, www.pt-it.de/pt-in/escience/docs/E-science_Call04_PTIN.pdf [11.11.11]

D-Grid: www.d-grid.de

D-Grid-Initiative (2004): F&E-Rahmenprogramm 2005 bis 2009, grid.desy.de/d-grid/RahmenprogrammEndfassung.pdf [11.11.11]

Schwiegelshohn, Uwe (2005): Middleware, in: Wissenschaftsmanagement (special). Zeitschrift für Innovation, Nr. 1, S. 23., www.pt-it.de/pt-in/escience/docs/WissenschaftsmanagementSpecial.pdf [11.11.11]

 

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