Viele Unternehmen, insbesondere Start-ups und aus dem Mittelstand, kennen sehr wohl das Potenzial von Höchstleistungsrechnen (HPC) und Künstlicher Intelligenz (KI) für die Optimierung ihrer Prozesse, scheitern jedoch oftmals an der wahrgenommenen Komplexität des Einstiegs. Hinzu kommt eine teils kritische Haltung gegenüber dem Energieverbrauch dieser Technologien. Dabei liegt genau hier eine große Chance: Richtig eingesetzt, können HPC und KI die Ressourceneffizienz von Unternehmen erheblich steigern und so sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile erschließen.
Von der Erkenntnis zur Praxis
Aufbauend auf den Erkenntnissen des Vorgängerprojekts RescHKI geht EffiComp den nächsten Schritt. Wo RescHKI die grundlegenden Potenziale von HPC und KI für die Ressourceneffizienz identifiziert und erprobt hat, überführt EffiComp dieses Wissen in einen strukturierten, begleitenden Rahmen, der Unternehmen gezielt entlang eines klar definierten sechsstufigen Prozesses und unterstütz von der ersten Orientierung bis zum Produktiveinsatz. Das Spektrum reicht hierbei von Pilotprojekten und Proof-of-Concepts über Beratung und Begleitung bis zur direkten Nutzung der HPC- und KI-Infrastruktur des HLRS. Durch diesen durchgängigen Prozess wird zugleich eine breitere Zielgruppe angesprochen als bisher.
Das HLRS bringt dabei seine Expertise in HPC-Architektur, KI-Anwendungen und Technologietransfer ein und verknüpft EffiComp mit bestehenden Initiativen wie EuroCC und der KI-Fabrik HammerHAI. Gemeinsam mit den Partnern SICOS BW GmbH, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Umwelttechnik BW GmbH entsteht ein abgestimmtes Ökosystem, das technisches Know-how mit unternehmerischer Praxis verbindet.
Nachhaltiger Transfer
Bis zum Projektende sollen ein erprobter Transferprozess, dokumentierte Erfolgsgeschichten sowie ein Ressourceneffizienz-Datenpool realisiert werden. EffiComp wird damit einen messbaren Beitrag zur ökologisch und digital resilienten Transformation der Wirtschaft in Baden-Württemberg leisten.